Business-Netzwerk-Pflege und Gehaltsverhandlung – passt das zusammen? Und welchen Aufwand sollte Anna dafür mindestens betreiben? 

Netzwerken ist in aller Munde. Und wie heißt es immer so schön: 

Kontakte schaden nur dem, der keine hat. 

Im Januar 2019 hat Tijen Onaran, die Gründerin und CEO des Netzwerkes „Global Digital Women“, zu diesem Thema ein Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel:

„Die Netzwerkbibel – 10 Gebote für erfolgreiches Networking“. *

Auf der Buchrückenseite findet sich folgende Zusammenfassung:

„Netzwerken ist die Kernkompetenz unserer Zeit. Networking ist aber viel mehr als das Sammeln von Kontakten – es geht um Sichtbarkeit und darum, echte Verbindungen zwischen Menschen zu schaffen. Das zu ermöglichen, ist die Mission der leidenschaftlichen Netzwerkerin Tijen Onaran.

Wie kommt man mit den richtigen Menschen in Kontakt – auch wenn man sich selbst als eher introvertiert einschätzt? Wie positioniert man sich als Experte für ein Thema? Wie findet man Vorbilder und Mentoren, die wirklich weiterhelfen, wie schafft man selbst Verbindungen zwischen Menschen? Welche sozialen Netzwerke sind für welche Zwecke geeignet?

Tijen Onaran zeigt anhand ihrer eigenen Geschichte – von ihren Anfängen in der Politik bis hin zur Gründung eines erfolgreichen internationalen Netzwerkes –, wie Networking heute funktioniert. Mit ihren Tipps kann sich jeder erfolgreich vernetzen – sowohl in digitalen Netzwerken als auch offline, im eigenen Unternehmen und darüber hinaus.“  

Wer nun denkt: „Da ist was dran, darum wollte ich mich schon längst mal kümmern!“ dem sei das Buch „Die Netzwerkbibel“ von Tijen Onaran wirklich ans Herz gelegt.

Wer nun aber denkt: „Geh mir weg mit Netzwerken!“ sollte vielleicht noch ein bisschen weiterlesen:

Denn natürlich sollte „Anna“ sich Gedanken darüber machen, welche Business-Netzwerk-Aktivitäten sie bislang verfolgt hat und wie sie mit diesem Thema künftig umgehen will. 

Anna ist 31 Jahre alt, hat einen Master-Abschluss, und ist seit fünf Jahren in einem mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Sie fühlt sich dort sehr wohl. Ihr Job hat sich prächtig entwickelt. Alles gut soweit. Abgesehen von der Tatsache, dass sie bislang keine nennenswerten Gehaltssprünge gemacht hat … 

Sie weiß, dass sie das Thema „Gehaltsverhandlung“ nicht länger verdrängen darf und dass sie dafür selbst aktiv werden muss. Doch dazu später mehr.

Wie geht es Anna mit dem Thema „Netzwerken“?

Anna hat sich mit dem Thema noch gar nicht wirklich beschäftigt. Für sie bedeutet „Netzwerken“ zunächst mal, ständig auf irgendwelche Meet-Ups oder Events zu gehen, wo sie niemanden kennt, auf denen sich aber vielleicht „wichtige“ Menschen rumtreiben, mit denen sie möglicherweise ins Gespräch kommen könnte …

Kurzum: Dazu ist ihr ihre Freizeit echt zu schade! 

Sie arbeitet schließlich viel und ist froh, wenn sie ihre wichtigen privaten Kontakte noch „gepflegt“ bekommt.  

Doch natürlich hat sie auch mitbekommen, dass es Menschen gibt, die mit wachsender Begeisterung auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen Kontakte sammeln, ohne diese Menschen jemals getroffen zu haben. 

Und auch das ist so gar nicht ihr Ding!

Vor langer Zeit hat sie auf Xing mal ein Profil angelegt. Doch wenn jemand fragen würde, was da eigentlich drin steht, müsste sie erstmal selbst nachsehen. Und mit wem sie da verbunden ist, weiß sie auch nicht mehr genau.

Doch wo ist das Problem? Sie ist ja nicht auf Jobsuche!

Leider muss man sagen, dass das in der heutigen Zeit durchaus ein Problem ist. 

Es ist einfach nicht mehr möglich, „unter dem Radar“ zu bleiben. Daher sollte Anna unbedingt selbst steuern, was im World Wide Web zu ihrer Person zu finden ist.

Sie sollte sich auch immer mal wieder selbst „googeln“ und sehen, welche Ergebnisse das bringt. 

Anna muss davon ausgehen, dass andere Menschen genau auf diese Idee kommen – auch und vor allem aus ihrem beruflichen Umfeld.

Ein nicht gepflegtes Profil auf irgendeinem Kanal, noch dazu mit einem völlig unpassenden oder veralteten Bild hat ebenso eine Wirkung, wie überhaupt nicht auffindbar zu sein. 

Anna hat täglich mit vielen Menschen zu tun.

Dabei handelt es sich nicht „nur“ um Kollegen, sondern auch um Kunden, Lieferanten und externe Dienstleister.

Sie legt Wert darauf, mit diesen „externen“ Kontakten einen freundlichen Umgang zu pflegen und hat, je nach Kontaktfrequenz, durchaus auch den einen oder anderen „persönlichen“ Draht aufgebaut. 

Und genau das sind die ersten „low-hanging-fruits“ für ihre Netzwerk-Aktivitäten!

Anna sollte sich fragen, welche Kontakte sind besonders wichtig fürs Unternehmen? Möglicherweise einfach aufgrund von deren Einfluss oder Position? 

Welche würde sie gerne unabhängig von ihrer aktuellen Tätigkeit pflegen wollen oder welche könnten ihr durchaus nützlich sein, wenn sie sich mal umorientieren möchte? 

Welche Kontakte hätte sie diesbezüglich auch aus früheren Tätigkeiten oder noch aus dem Studium? 

Und damit kommen wir zurück zur Frage: 

Wieviel Aufwand sollte Anna mindestens im Hinblick auf ihre Business-Netzwerk-Aktivitäten betreiben? 

Um den Aufwand möglichst gering zu halten, ist kein blinder Aktionismus gefragt, sondern eine strategische Vorgehensweise. 

Anna sollte recherchieren, auf welchen Social-Media-Plattformen ihre „wichtigen Kontakte“ zu finden sind. Im ersten Step macht es sicherlich Sinn, sich zunächst auf die beiden „großen“ Business-Netzwerke Xing und Linkedin zu konzentrieren.

Als nächstes sollte sie sicherstellen, dass ihre eigenen Profile auf diesen beiden Plattformen aktuell, aussagekräftig und ansprechend sind, und zwar mit ihrem „richtigen“ Namen. Das ist sicherlich ein bißchen Arbeit, doch die MUSS sie investieren. 

Danach sollte sie Step-by-Step diese Menschen kontaktieren und ihr offline-Netzwerk auch in die online-Welt übertragen. 

Es macht natürlich keinen Sinn, z. B. auf Linkedin mit sämtlichen Kollegen aller Hierarchieebenen „connected“ zu sein, das wäre völlig kontraproduktiv. Gleiches gilt für etliche Kontaktüberschneidungen mit Facebook-Freunden oder der privaten offline-Welt. 

Besonders am Anfang geht hier Qualität vor Quantität mit dem Fokus auf den Aufbau eines „Business-Netzwerks“. 

Welcher Kanal sollte dabei im Fokus stehen?

Das ist sicherlich abhängig davon, auf welcher Plattform sich die „Wunschkontakte“ am ehesten tummeln. Doch in 2019 ist meine Einschätzung: 

Wahrscheinlich sollte sie sich auf Linkedin konzentrieren. 

Linkedin wächst rasant und ist einfach die „modernere“ Plattform. Ich möchte an dieser Stelle keine „Xing-versus-Linkedin-Debatte“ führen. Dazu gibt es jede Menge Infos im Netz.

Hier soll es nicht darum gehen, wie man am geschicktesten alle Kanäle bedienen könnte, sondern wie man mit möglichst geringem Aufwand überhaupt ins „Netzwerken“ kommt. Denn eines ist sicher: 

Es war dank Social Media noch nie so einfach, Kontakte aufzubauen und zu pflegen!

Gehen wir mal davon aus, dass Anna einige wichtige Kontakte in ihrem Linkedin-Netzwerk angesammelt hat und sie Step-by-Step weitere hinzufügt. Was sollte sie dann damit tun? 

Es ist sicherlich kein großer Aufwand, sich regelmäßig in Linkedin einzuloggen und durch den Feed zu scrollen, um zu sehen, ob sich da „was tut“. So bleibt sie ganz einfach auf dem Laufenden und sieht auch ganz nebenbei, wie aktiv ihre Kontakte sind:

Was liken ihre Kontakte, was kommentieren sie, welche Kontakte haben sie ihrerseits, die für Anna auch interessant sein könnten und was posten sie selbst?

Wenn Annas Kontakte etwas posten, könnte sie diese Beiträge hier und da liken oder auch mal kommentieren (nur wenn es Sinn macht). Denn: In den Sozialen Medien tobt einfach ein „Kampf um Aufmerksamkeit“ und nahezu jede Reaktion wird wahrgenommen. 

Und natürlich sollte sie spezielle Anlässe nutzen, um einfach ein paar Grüße zu senden. Dafür reicht ein regelmäßiges Zeitfenster von einigen Minuten. 

Für Anna wird das ganz nebenbei auch noch einige spannende Erkenntnisse bringen. Doch sie sollte sich immer vor Augen halten: 

Sie ist dort nicht „privat“, sondern in Sachen „Job, Karriere und Gehalt“ unterwegs. 

Und wenn sie das bei ihren Business-Netzwerk-Aktivitäten immer im Hinterkopf hat, wird sie einfach nur durch den professionellen Umgang mit diesen Business-Netzwerk-Medien zum 

Markenbotschafter ihres Unternehmens und natürlich für sich selbst. 

Und damit kommen wir zur Kernfrage zurück:

Kann Anna das auch für ihre Gehaltsverhandlung nutzen?

Die Antwort kann nur lauten: auf jeden Fall! 

Und so zeigt auch dieser kleine „Business-Netzwerk-Hack“: 

80 % Ihrer Gehaltsverhandlung sind Vorbereitung! Und damit kann man nicht früh genug anfangen. 

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