GEHALT.DE bietet Nutzer*innen unter anderem einen individuellen Gehaltscheck* an. Was macht GEHALT.DE so besonders, wie funktioniert das Geschäftsmodell und wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet: 

Karin Schwaer von „GEHALTSSPRUNG für „Sie“! im Interview mit
Herrn Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer bei GEHALT.DE –
Deutschlands größter Datenbank zu Gehalt, Verdienst und Lohn. 

KS: Guten Tag Herr Dr. Bierbach, ich freue mich sehr, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen. 

Sie sind Geschäftsführer bei GEHALT.DE und wer in Deutschland das Internet zur „Karriererecherche“ nutzt, wird sehr schnell auf die von Ihnen betriebenen Webseiten stoßen. 

Was macht speziell GEHALT.DE so besonders? 

PB: Wir bei GEHALT.de arbeiten jeden Tag für mehr Transparenz beim Thema Gehalt.

Auf Basis unserer langjährigen Expertise entwickeln wir dafür digitale Tools und Services.

Unser Herzstück ist eine Datenbank mit mehr als 3,6 Millionen Gehaltsdatensätzen zu über 800 Berufen.

Diese Datenbank spiegelt die deutsche Bevölkerung sehr gut wider. Basierend darauf veröffentlichen wir Auswertungen und Statistiken für Branchen, Berufe und Regionen.

Bei GEHALT.DE können Nutzer*innen etwa blitzschnell und kostenlos einen individuellen Gehaltscheck machen und ihr Einkommen mit Marktwerten vergleichen.

Außerdem beraten wir auch Arbeitgeber*innen hinsichtlich einer marktgerechten Vergütung und ausgewogenen Gehaltsstrukturen. 

KS: Sehr spannend. Ich erlebe es immer wieder, dass gerade intransparente Gehaltsstrukturen es vielen Arbeitnehmer*innen schwer machen, sich im Hinblick auf eine angemessene Vergütung zu „verorten“. 

Doch es gibt noch weitere Webseiten, die von Ihnen betrieben werden, wie zum Beispiel gehaltsvergleich.com und compensation-partner.de. Inwieweit ergänzen bzw. überschneiden sich die Kooperationsseiten im Hinblick auf die Informationen, die dem Nutzer dort jeweils zur Verfügung stehen? 

PB: Während wir auf GEHALT.DE die Frage beantworten, welches Gehalt für Arbeitnehmer*innen das Richtige ist, beantworten wir mit Compensation Partner die Frage, welches Gehalt Arbeitgeber*innen ihren Mitarbeiter*innen für eine marktgerechte Entlohnung zahlen sollten.

Das Portal Gehaltsvergleich.com ist spezialisiert auf das Thema Gehaltsvergleich und berät Nutzer*innen außerdem zu arbeitsrechtlichen Fragen.

Auf unseren Portalen bieten wir zusätzlich eine Jobbörse inklusive Gehaltsprognosen zu den offenen Stellen an. Mit diesen Geschäftsmodellen gehören wir seit 2019 zur StepStone-Gruppe. 

KS: Wie genau funktioniert das Geschäftsmodell von GEHALT.DE und den damit verbundenen Kooperationsseiten? 

PB: Einerseits haben wir mit unseren Portalen ein attraktives Umfeld für Anbieter*innen von Stellenanzeigen geschaffen. Die erfolgreichsten Jobbörsen des Landes integrieren ihre Stellenanzeigen auf unseren Seiten.

Wir schlagen entsprechend offene Stellen vor, die zu den Gehaltsanalysen und Suchanfragen unserer Nutzer*innen passen und zeigen eine ungefähre Gehaltsspanne für vakante Stellen an.

Andererseits beraten wir kleine und große Unternehmen hinsichtlich ihrer Gehaltsstrukturen und stellen ihnen Services zur Verfügung, mit denen z.B. das Gehalt einer Stelle bemessen werden kann. 

KS: Somit werden Ihre Daten und Informationen von Arbeitgebern wie von Arbeitnehmern genutzt? 

PB: Exakt. Damit können wir wiederrum die Themen Gehalt und Entlohnung ganzheitlich betrachten und beide Seiten etwa bei der Jobsuche zusammenbringen. 

KS: So wird GEHALT.DE zu einer interessanten und wichtigen Schnittstelle im Arbeitsmarkt. Haben Sie dabei spezielle Zielgruppen im Fokus? 

PB: Wir möchten möglichst vielen und unterschiedlichen Menschen den Zugang zu Gehaltstransparenz ermöglichen.

Dazu zählen Schüler*innen, Studierende und Auszubildende, die sich grundsätzlich im Arbeitsmarkt orientieren wollen. Genau wie Berufstätige, die vor der nächsten Gehaltsverhandlung einen Marktvergleich benötigen oder Jobsuchende, die erfahren wollen, welches Gehalt sie im Bewerbungsprozess ungefähr fordern und erwarten können. 

KS: Der bereits angesprochene individuelle Gehaltscheck von GEHALT.DE kann für Arbeitnehmer*innen eine interessante Recherchequelle sein.

Nutzer*innen müssen dafür allerdings ihre E-Mail-Adresse angeben. Ist das Abfragen der E-Mail-Adresse Ihrer Erfahrung nach eine Hürde? 

PB: Natürlich geben Nutzer*innen ihre Kontaktdaten nicht leichtfertig an und das ist auch gut so. Unser Anspruch ist es, dass Nutzer*innen als Gegenleistung auch wirklich nur relevante Informationen mit echtem Mehrwert durch uns erhalten. 

KS: Es stellt sich auch die Frage nach dem Datenschutz. Können Sie diesbezügliche Bedenken nachvollziehen und inwieweit können Sie diese auch ausräumen? 

PB: Grundsätzlich sind Nutzer*innen gut beraten vorsichtig mit ihren Daten umzugehen.

Der Schutz sensibler Daten hat auch für uns oberste Priorität. So werden sämtliche Gehaltsinformationen in unserer Datenbank anonymisiert und können nicht mehr mit einer Person in Verbindung gebracht werden. 

Wir befolgen selbstverständlich die Richtlinien der DSVGO, löschen Profile und Emailadressen sofort, sollte das einmal der Wunsch sein. 

KS: Vielen Dank für diese Ausführungen. Das ist sicher für viele Interessenten sehr gut zu wissen. 

Dabei fällt mir ein: Ich empfehle für die allgemeine Recherche auch gerne den Gehaltsatlas von GEHALT.DE. Dieser basiert auf den von Ihnen erhobenen Daten? Ist das korrekt? 

PB: Das freut mich! Der Gehaltsatlas zählt zu unseren größten und umfangreichsten Auswertungen. Hier befassen wir uns mit regionalen Lohnunterschieden und Verdienstmöglichkeiten. Mit Top- und Flop-Branchen und Berufen. Oder mit dem Gender Pay Gap.

Alle Studien und Auswertungen, die wir im Rahmen für Gehalt.de oder Compensation Partner auswerten und veröffentlichen stammen zu 99,9 Prozent aus unserer Datenbank. Falls das einmal nicht der Fall ist, weisen wir explizit darauf hin. 

KS: In diesem Report wird sehr offensichtlich, dass wir von Equal Pay noch weit entfernt sind. Würden Sie da zustimmen? 

PB: Es existieren immer noch große Unterschiede in der Bezahlung bei Männern und Frauen, die sich nicht auf Faktoren wir Branche oder Qualifikation zurückführen lassen. Das ist unbestreitbar.

In unserer Studie „Equal Pay 2020” haben wir einen bereinigten Entgeltlückenwert von 7,5 Prozent zu Ungunsten der Frauen ermittelt. Im historischen Vergleich wird die Lohnlücke allmählich kleiner. Wenn Sie mich fragen, dann passiert das aber immer noch zu langsam. 

KS: Was glauben Sie, wie sich dieses Thema – nennen wir es mal allgemein „Gleichberechtigung im beruflichen Kontext“ – in den nächsten Jahren entwickeln wird? 

PB: Wir beobachten einen wachsenden Trend hin zu fairen, gleichberechtigten Vergütungsmodellen.

Der wichtigste Schritt für diese Entwicklung ist es bestehende Probleme, also etwa eine ungleichberechtigte Entlohnung aufzudecken.

Diese Aufgabe wollen und werden wir mit unserer Mission für mehr Gehaltstransparenz unterstützen. 

KS: Das war sehr interessant. Vielen Dank für die Einblicke in Ihre Arbeit. 

Und den Lesern wünschen wir eine bestmögliche Informationsgrundlage und gute Verhandlungsergebnisse für alle Beteiligten – auch mit Hilfe von GEHALT.DE.

 

Der individuelle Gehaltscheck von GEHALT.DE ist ein hilfreicher Internet-Service. Für weitere Ideen, um zu überprüfen, ob Sie verdienen was Sie verdienen, lesen Sie gerne hier weiter:
21 Ansätze, um ein angemessenes Gehalt bzw. den eigenen Marktwert zu ermitteln.

 

*Anmerkung: Der individuelle Gehaltscheck von GEHALT.DE ist mit einem Partnerlink verknüpft.

 

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