„Gender pay gap“ und „Equal pay“ sind die modernen Schlagwörter für die Misere.

Wenn man beginnt, sich mit dem Thema „Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen“ zu beschäftigen, gibt es jede Menge Studien, Statistiken, Stellungnahmen, Erhebungen… Eine Abfrage zum Keyword „equal pay“ erzielt bei Google fast  400 Mio Ergebnisse. Für das Stichwort „Gender pay gap“ liefert Google fast 200 Mio Ergebnisse. Immerhin sind sich alle einig, dass der Mißstand als solches nicht wegdiskutiert werden kann.

Einzig bei der Berechnung der prozentualen Differenz gibt es unterschiedliche Ansätze mit unterschiedlichen Ergebnissen. Diese schwanken zwischen 6 und 28 %.

Die Differenz wird beispielsweise dann geringer, wenn die Neuen Bundesländer in die Berechnung einbezogen werden. Im Gegensatz zur Bundesrepublik war es in der DDR selbstverständlich, dass auch die Frauen arbeiten gingen. Die Konsequenzen sind bis heute spürbar. Eine sehr interessante Infografik der Berliner Morgenpost unter der Überschrift „Gehaltslücke macht ehemalige DDR sichtbar“ finden Sie hier.

Es läuft nach dem Motto: „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst erstellt hast.“ Doch es stellt sich die Frage, welche Wirkung dadurch erzielt wird? Man hat nicht Eindruck, dass das noch irgendwen wirklich aufregen würde. Es ist wohl eher das Gegenteil der Fall:

Wie praktisch! Im Zeitalter gleicher oder besserer Qualifikation von Frauen haben sich dank medialer Aufbereitung alle daran gewöhnt, dass weibliche Mitarbeiter einfach günstiger sind als männliche. Skandal?? Wohl eher die Devise: Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner! Verhandle für dich selbst.

Es ist ziemlich simpel: Wer nicht fragt, bekommt aucht nichts! Wenn Frauen nicht anfangen, auch für sich selbst zu verhandlen, wird sich an der derzeitigen Situation nichts ändern (können). Da helfen weder Gesetze noch Equal-Pay-Verpflichtungen oder Quote oder sonstwas.

Für qualifizierte und im Job erfolgreiche Frauen muss es selbstverständlich sein, auch alle finanziellen Fragen – sprich Einnahmen und Ausgaben – eigenverantwortlich im Blick zu haben und sich darum zu kümmern. Es ist wirklich sehr schwer zu glauben, aber es gibt Hinweise, dass dieses noch immer nicht durchgängig der Fall ist…

 

karin-schwaer-ueber-mich-fragen

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