„Money Mindset“ – Geld ist WERTschätzung. 

„Wir müssen über Geld sprechen“. Alleine dieser Satz lässt auch ansonsten sehr selbstbewusste Frauen häufig innerlich zusammenzucken.

Ein klares Zeichen dafür, dass Sie Ihr „Money Mindset“ überprüfen müssen!

Als Einstieg beginnen wir mit einem kleinen Test. Tun Sie sich selbst den Gefallen, nehmen Sie einen Zettel und einen Stift dazu und lassen Sie sich einfach mal drauf ein: 

1. Was halten Sie von dem Satz: „Was nichts kostet ist auch nichts“

oder noch schöner „Was nichts kostet ist nichts WERT“. 

Notieren Sie sich spontan ihre erste Idee dazu:

 

2. Was drückt Geld für Sie aus?

WERTschätzung

Anerkennung

SelbstWERTgefühl

GegenWERT für Ihre Leistung

Ihre Ergänzungen:

 

3. Was ermöglicht Ihnen Geld?

Materielle Sicherheit

Zeit / Freizeit

Individualität

Persönlichkeitsentwicklung

Ein Stück mehr Freiheit

Unabhängigkeit

Planbarkeit

Selbständigkeit

Ergänzen Sie, was Ihnen besonders wichtig ist:

 

4. Was bedeutet es für Sie, kein (eigenes) Geld zu haben?

Starke Einschränkungen

Abhängigkeit

Unsicherheit

Zukunftsängste

Notieren Sie an dieser Stelle Ihre Gedanken dazu:

 

5. Haben Sie schon mal gedacht, Geld ist mir nicht so wichtig? Hauptsache, der Job macht Spaß? 

Verwechseln Sie vielleicht Hobby mit Beruf? 

Es ist ganz wichtig: Niemand sagt, dass Ihr Beruf Ihnen keinen Spaß machen darf, wenn Sie damit „auch noch gutes Geld“ verdienen. Ganz im Gegenteil, wenn es Ihnen richtig Spaß macht, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch überdurchschnittliche Leistungen erbringen. 

Job und Spaß: 
Das muss kein „entweder – oder“ sein!
Streben Sie ein „sowohl – als auch“ an!

Wieviel Zeit und Geld haben Sie bereits in Ihre Ausbildungen und Qualifikationen investiert? Wieviel Berufserfahrung haben Sie? Notieren Sie sich auch das:

Seien Sie sicher, es macht Ihnen (noch) mehr Spaß, wenn auch die WERTschätzung passt. 

Ganz nebenbei würde wohl kaum ein Mann auf die Idee kommen zu denken: „Geld ist mir nicht so wichtig, Hauptsache es macht Spaß“. Das ist wirklich ein Frauenthema! Sehen Sie dazu auch: Gehaltsverhandlungen und Stereotype. Was scheint „typisch Mann“ und was scheint „typisch Frau“ zu sein. 

Schreiben Sie sich das am besten ganz FETT irgendwohin, wo Sie es immer sehen können. 

Man hat herausgefunden, dass besonders Frauen nicht nach mehr Geld fragen, weil sie Sorge haben, dass es ihnen übel genommen werden könnte und ihnen die Beziehungen wichtiger sind als die Bezahlung. Leider ist diese Angst in unserer Gesellschaft sogar berechtigt. Daher ist es umso wichtiger, sich das bewusst zu machen und gegenzulenken.

Sie sind damit nicht alleine!

Ab und zu gibt es in diversen Social-Media-Kanälen Posts von Frauen, die die Community im Hinblick auf ihre Einkommenssituation oder auch bevorstehende Gehaltsverhandlung um Rat bitten. 

Diese Posts sind immer von dem unguten Gefühl inspiriert, dass deutlich mehr „drin sein könnte“. Ein erster Schritt ist getan!

Es ist spannend zu sehen, wie sich daraus rege Diskussionen ergeben können. Viele hilfreiche Fragen zur individuellen Situation, Tipps und Tricks sowie wertvolle Erfahrungen, die andere gemacht haben, kommen zusammen. 

Und sehr schnell findet ein „Mindset-Wechsel“ statt. Raus aus einer Situation, in der sie sich alleine und unsicher gefühlt hat, hin zu einer selbstsicheren Haltung und dem festen Vorsatz „nicht alles mit sich machen zu lassen“. 

Es führt sowohl für die, die kommentieren als auch für die, die die Diskussion „nur“ verfolgen, wohl immer dazu, auch die eigene persönliche Situation zu reflektieren.

„Über Geld spricht man nicht“ ist in unserer Gesellschaft tief verankert.

Darin liegt wohl ein Grund, dass dieser Austausch nicht so häufig stattfindet, wie es besonders für Frauen hilfreich wäre.

Ein anderer Grund ist aber auch, dass viele Arbeitsverträge Stillschweigen in bezug auf die verhandelten Konditionen verlangen. Und das nicht nur in Bezug auf das Gehalt, sondern auch im Hinblick auf weitere Rahmenbedingungen wie Boni, Prämien, Urlaubstage, Fortbildungsanspruch und so weiter und so fort…

Nun ist es sicherlich im Unternehmensinteresse, diesen Informationsaustausch unter den Kollegen zu unterbinden. Vergleiche, Neid und schlechte Stimmung wären wohl vorprogrammiert. Denn letztlich sind die Erwerbsbiografien und vor allem die Verhandlungsumstände, die die Konditionen bestimmen, zu unterschiedlich. Zumindest dort, wo diese frei verhandelbar sind. 

Wenn dann aber im „geschützten Raum“ eines Social-Media-Kanals darüber berichtet wird, dass nicht selten Positionen deutlich unter Budget besetzt werden können, weil besonders Frauen viel zu zögerlich in die Verhandlung gehen, gibt das schon sehr zu denken!

Frauen haben einfach ein Problem, wenn es darum geht, in eigener Sache zu verhandeln.

Dummerweise ist es sehr schwierig, so einen Einstieg „unter Wert“ wieder auszugleichen.
Niemand wird freiwillig auf Sie zukommen, um für „Gerechtigkeit“ zu sorgen.

Dennoch muss „frau“ das nicht als gegeben hinnehmen. Wenn Sie das Gefühl haben, sich möglicherweise unter Wert verkauft zu haben, verdrängen Sie das nicht, sondern gehen Sie proaktiv damit um!

Fangen Sie am besten sofort an, sich regelmäßig zu notieren, was Sie „geleistet“ haben. Lesen Sie dazu gerne auch: Macht es Sinn ein „Leistungstagebuch“ zu führen? Wenn Sie mögen, können Sie auch meinen Newsletter abonnieren (die Eintragungsfelder dafür finden Sie unten) und Sie erhalten als kleines Dankeschön eine pdf-Vorlage.

Gleiches gilt, wenn die letzte Gehaltsanpassung viel zu lange her ist. Auch das ist besonders für Frauen ein erhebliches Problem. Sorgen Sie ab jetzt dafür, dass Sie als grobe Faustregel einmal jährlich ins Gehaltsgespräch gehen.

Machen Sie sich klar: Niemand ist dankbar, wenn Sie sich jahrelang unter Wert verkaufen. Im Gegenteil: Sie werden nicht mehr ernst genommen! Zumindest nicht, wenn es irgendwas zu verteilen gibt. Das gilt nicht nur fürs liebe Geld sondern auch für Titel, Macht und andere Statussymbole.

Es liegt an Ihnen, das deutlich anzusprechen und Ihre Forderungen mit entsprechenden Argumenten zu legitimieren. Sie müssen das selbst in die Hand nehmen, daran geht kein Weg vorbei. Sollten Sie jetzt vielleicht denken: „Bei mir ist das alles ganz anders“ empfehle ich den Blogartikel: 20 typisch weibliche Gedanken, die Gehaltssprünge garantiert verhindern.

Gehen Sie gut gelaunt und bestens vorbereitet (!) in die Gehaltsverhandlung.

Machen Sie Ihren Vorgesetzten respektvoll und „unerbittlich freundlich“ klar, dass auch das Unternehmen nichts davon hat, wenn Sie sich nicht „WERTgeschätzt“ fühlen können. Und machen Sie sich selbst klar: Wer nicht fragt, bekommt auch nichts.

Sie finden auf der Webseite einen Leitfaden zur Vorbereitung Ihrer Gehaltsverhandlung. Nutzen Sie diesen und nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit.

Möglicherweise müssen Sie auch noch ein wenig Zeit vergehen lassen und erstmal ein paar „Werbemaßnahmen“ für Ihre Leistungen ergreifen, bevor Sie ins Gespräch gehen. Lesen Sie dazu unbedingt den Blogartikel: „Kein Gespür für männliche Machtspielchen“. Hier finden Sie ein schönes Beispiel aus der Praxis von Herrn Dr. Peter Modler.

Denn der richtige Zeitpunkt ist für Ihren Verhandlungserfolg von enormer Bedeutung.  Weitere wichtige Tipps und Tricks finden Sie auch in den Artikeln:
1. „Vertrackte“ Situation – Frauen in Gehaltsverhandlungen. Wo liegt denn nun die Lösung? sowie:
2. „Her mit dem Geld“.

Wenn Sie glauben „startklar“ zu sein, überlegen Sie, mit wem Sie sich dazu austauschen könnten. Es ist häufig einfach wichtig, sich damit nicht „ganz alleine“ zu fühlen. Außerdem könnten Sie wichtige Dinge für Ihre Argumentation und Strategie übersehen.

Doch da sind wir wieder bei dem Problem: „Über Geld spricht man nicht“.

Überlegen Sie, wer ein geeigneter „Sparringspartner“ für Sie sein könnte. Jemand, der neutral (!) ist, Ihnen wertvolle Fragen stellen und dafür sorgen kann, dass Sie mehr Sicherheit für Ihre Verhandlung gewinnen.

Das ist häufig gar nicht so einfach und ich würde behaupten, nur den wenigsten fällt da jemand ein. Es hilft Ihnen nämlich gar nichts, wenn Sie hier wohlgemeinte Ratschläge hören, wie zum Beispiel: „Lass Dich nicht über den Tisch ziehen“, „zeige es denen mal richtig“, „Du machst das schon“, „bist Du sicher, dass das eine gute Idee ist?“ Diese Liste lässt sich sicher noch beliebig ergänzen… (Schreiben Sie mir gerne, was Sie schon so gehört haben, ich würde mich freuen!)

Und wenn Ihnen jemand einfällt, der tatsächlich hilfreich sein könnte, stellen Sie sich die Frage, welches Interesse diese Person hat, Sie zielgerichtet zu unterstützen. Hier ist ein kleiner Hinweis unvermeidbar: Beantworten Sie diese Frage ehrlich. Sie müssen es ja niemandem sagen…

Bedenken Sie auch: Viele Versuche haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Es ist nicht sicher, dass Sie Ihre Vorstellungen (in Gänze) durchsetzen können. Wenn Sie aber erstmal ein klares „Nein“ kassiert und das „widerstandslos“ hingenommen haben, wird es danach noch schwieriger. Das sollten Sie unbedingt vermeiden. 

Sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Gehaltsverhandlung mit mir im Video-Call vorbereiten zu wollen, sind aber noch zögerlich, weil Sie das Geld kostet, lesen Sie noch mal von vorne :-).

„Kleiner Scherz“ am Rande – Ziel ist es, dass Sie mit dieser „Investition eine hohe Rendite“ einfahren. Das kann Ihnen niemand garantieren, denn in die Verhandlung müssen Sie natürlich persönlich gehen. Dennoch bin ich sicher, dass alleine die Tatsache, dass Sie diesen Blog-Artikel lesen, dafür spricht, dass bei Ihnen „mehr drin sein könnte.“  

Und da wir nun von „Mindset“ gesprochen haben. Mehr dazu gibt es auch in diesem Artikel:

Informativ und mindset-stärkend für Anna vor der Gehaltsverhandlung: Die Webseite der AllBright-Stiftung.

Ob wir uns persönlich kennenlernen oder nicht, in jedem Fall wünsche ich Ihnen von Herzen:

Verhandlungsergebnisse, mit denen Sie sich WERTgeschätzt fühlen!

Denn Frauen müssen (noch) lernen, für sich selbst zu verhandeln. 

Wenn Sie mögen, geht es nun weiter mit dem Artikel: „In zwei Stunden fit für die Gehaltsverhandlung.“

 

 

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